Die Arbeiten der Detmolder Künstlerin Christa Niestart handeln von Erinnerungen, die oft an bestimmte Orte und Plätze geknüpft sind. Die Skulptur inmitten eines vierteiligen Ensembles am Nathan-Platz wurde im Jahr 2000 errichtet. Sie soll als Teil einer Gedenkstätte an die tragische Geschichte Langenberger Bürger jüdischen Glaubens während des Nationalsozialismus erinnern. Vor der Brust trägt sie eine gläserne Gedenktafel mit den Vornamen von Mitbürgern, die während des Nazionalsozialismus entweder zur Auswanderung gezwungen oder deportiert und ermordet wurden.
Der Kopf ist mit einem quadratischen Überzug aus Blei verhüllt. Das graue Metall diente in der Begräbniskultur zur Konservierung von Leichnamen und kann hier im übertragenen Sinne als Hüterin der Erinnerung an die Verstorbenen verstanden werden.
