Heinrich Brummack
Vor der HAsenburg

Ort:

Material:

 

Maße:
Jahr:

Mühlenstraße / Norbert-Bauer-Ufer
42555 Velbert – Langenberg
Metallhase auf Sandstein und dieses wiederum auf einem blau bemalten Doppel-T-Industrieeisenträger
L 60 cm, B 40 cm H: 600 cm
1997

Kontext räumlich und inhaltlich

Die Gestaltung der Skulptur ist eine künstlerische Spiegelung der die Skulptur umgebenden Architektur. Das am Aufstellungsort prägende, in Sandstein errichtete Bürgerhaus, am Ort früherer kleiner Fachwerkhäuser, dominiert mit seiner Wuchtigkeit und überlagert teilweise feine Strukturgliederungen des architektonischen Umfelds. Diese eher seltene Kombination hat Brummack in seinem Werk aufgegriffen und einen Metallhasen auf einen ebenso unwirklich wirkenden Sandstein und einen riesig wirkenden Doppel-T-Indurstrieeisenträger gesetzt. In den Vorderpfoten hält der Hase eine 4 Meter lange Angel, an der über eine Angelschnur eine vierarmige Struktur hängt, die an einen Leuchter erinnert.
Die Komposition der Skulptur wirkt ebenso unwirklich, wie das architektonische Umfeld – so sinngemäß der Künstler während des Aufstellungsprozesses. Die einzelnen Elemente fügen sich zwar zusammen, gleichwohl ist der Rezipient bei der Betrachtung der Komposition irritiert.

Bedeutung für den Ort
Die Bewohner und Besucher nehmen die Skulptur deutlich wahr und für das Kunsthaus Langenberg e.V. besteht regelmäßig die Aufgabe, Fragen zur Skulptur zu beantworten. Jüngst noch bekam der Stadtführer über die Stadt Velbert die Fragen einer Besucherin zum Wesen und Hintergrund der Skulptur. Die Skulptur hat sich zu einem zentralen Werk künstlerischer Darstellung im öffentlichen Raum entwickelt; es bietet durch bekannte Formgebungen auch dem ungeschulten Auge die Chance der Auseinandersetzung und den Betrachter bieten sich Ansätze zu Fragestellungen. Damit schafft das Werk einen idealen weg zur Annäherung an Kunst.

Wichtiges zur Rezeption
Auch wenn das Werk etwas abseits der Hauptwege der Bewohner steht, ist die Dominanz des Werks unübersehbar und für die Menschen ist das Werk während der inzwischen 27-jährigen Standzeit zu einem liebgewordenen Kunstobjekt geworden, an dem man sich gleichwohl gedanklich immer wieder reibt. Äußeres Merkmal für Widerstand sind gelegentliche Beklebungen und Beschriftungen, die aber im Falle einfacher Beschmutzung schnell beseitigt werden könne, da der Träger schnell mit neuer Farbe gestaltet werden kann.